Unser ganzer Stolz

Unsere Vereinsfahne hat eine stattliche Größe von 140 x 140 cm und wurde von der renomierten Fahnenstickerei Kössinger in Schierling bei Regensburg angefertigt. Besonderen Wert wurde auf die klare und übersichtliche Gestaltung gelegt, bewusst ohne jeglichen Schnickschnack.

Schon aus der Ferne fällt sofort auf, wie filigran und detailreich gearbeitet wurde. Neben der hochwertigen Arbeit der Fahnenstickerei ist dies vorallem dem damals extra gegründetem Fahnenausschuß zu verdanken, die viel Zeit und Mühe in die Umsetzung des Projekts investierten. Alles sollte perfekt werden, die Fahnenstickerei hatte es wahrlich nicht leicht aber von dem Resultat waren alle begeistert.

 

Bei einem festlichen Gottesdienst, anlässlich unseres 250jährigen Vereinsjubiläums, wurde unsere Vereinsfahne schließlich 2001 geweiht und löste somit offizell die historische Fahne ab.

 

Diese Fahne ist nachweislich die dritte Fahne im Verein (möglicherweise die Vierte). Es war uns ein Anliegen den Charakter der alten Fahne in die Neue einfließen zu lassen und dennoch eine neue Fahne zu kreieren.


Von der DSB 2007 zur schönsten Fahne Deutschlands gekührt!


Aus einem Bittschreiben, zur Anschaffung einer neuen Vereinsfahne, an das fürstliche Haus Wallerstein im Jahre 1880 geht hervor, dass es bereits 1751 eine Vereinsfahne gab mit dem Wappen des Fürstlichen Hauses. Dieses Wappen wurde auf alle nachfolgenden Fahnen übertragen.




Die Heimatseite - Der Fahnenstoff ist aus Samt in der Farbe tannengün. (Die alte Fahne ist auch grün.)
Das Wappen mit dem Schriftband „Philipp Claus Graf zu Oettingen Oettingen Wallersten 1751“, hat seinen Platz
auf der unteren Ecke zwischen unserem alten Vereinslokal (über 200 Jahre) und unserem jetzigen Schützenheim gefunden.

Auf der alten Fahne ist der Vereinsname „Der Schützen Verein Deiningen 1881“ als Hauptmotiv in gestickter Form zu sehen. Auf der neuen Fahne dominiert deshalb der Vereinsname in Hochgoldstickerei bez. Goldflechtstickerei und teilt die Fahne diagonal. Darüber das Wahrzeichen Deiningens, eine alte siebenbogige Brücke aus dem Mittelalter. Gebaut auf den Fundamenten einer alten Römerbrücke (heute Museumsbrücke).

Oben links die kath. Kirche St. Martin. Sie wurde bereits 760 n. Chr. in der ältesten Königsurkunde Deutschlands erwähnt. (Die ältesten Teile stammen aus dem 14. Jahrhundert). Nach der Reformation diente sie über drei Jahrhunderte als Simultankirche beider Konfessionen. Rechts davon die ev. Erlöserkirche, geweiht 1961.

Die Vereinsseite - Auf der alten Fahne ist das Motiv des hl. Eustachius abgebildet (vermutlich wurde er mit dem hl. Hubertus verwechselt). Das Hubertusmotiv der neuen Fahne stammt von einer alten Schützenscheibe von 1930 aus unserem Vereinsheim. Dieses Motiv wurde in hervorragender Weise in ein ovales Medaillon umgesetzt, umrahmt mit einem Schützenspruch in Seidenhochstickerei. In der unteren Ecke unser eigenes Vereinswappen, daneben das Wappen des Riesgau Nördlingen und das Wappen des BSSB. Der glatte cremefarbene Fahnenrips ist umrahmt mit tannengrünem Samtstoff. Zum Einen aus dem praktischem Grund eines Schmutzrandes, zum Anderen als Kontrast zum Hubertusmotiv.




Unsere alte Verinsfahne


Unsere alte Fahne von 1881 wurde zum Erhalt für die Nachwelt teilrestauriert und wird im Schützenheim aufbewahrt.



Unsere Vereinsfahne vor 1881


Die Fahne vor 1881, eine einfache Stofffahne, ist leider verschollen. Auf unserem ältesten Vereinsbild von 1898 ist diese noch abgebildet. Möglicherweise gab es davor noch eine Fahne, aber darüber gibt es keine Aufzeichnungen.




Fahnenwettbewerb Des Deutschen Schützenbund


Der Deutsche Schützenbund (DSB) startete 2007 zusammen mit der Firma Fahnen Fleck einen bundesweiten Fahnenwettbewerb. Gesucht wurde Deutschlands schönste Schützenfahne, aufgeteilt in drei Kategorien „vor 1900“, „1901-1950“ und nach 1950. Die Deininger Hubertus Schützen beteiligten sich mit ihrer neuen, erst im Jahre 2001 geweihten Fahne und sendeten entsprechende Unterlagen und Fotos ein.

 

Die  Schützengilde Hubertus 1751 Deiningen e.V. erhielt nicht lange darauf vom DSB ein Glückwunschschreiben zum Erreichen der nächsten Runde. Gleichzeitig wurde ins Deutsche Schützenmuseum nach Schloss Callenberg bei Coburg, am 16./17. März 2007 geladen. Dort wurden alle Fahnen (je Kategorie 6 St.) in natura, von einer ebenfalls angereisten Jury, final begutachtet und bewertet.

Jeweils nur drei Fahnen je Kategorie kamen weiter ins Finale, welches am 28. April 2007 anlässlich zum 55. Deutschen Schützentag in Saarbrücken stattfand.

 

Die Deininger Fahne war mit dabei und so fuhr eine Abordnung mit großen Erwartungen nach Saarbrücken. Während der Feierstunde des 55. Deutschen Schützentags wurden die Platzierungen des Bundesfahnenwettbewerbs bekannt gegeben. Alle neun Fahnenabordnungen standen auf der Bühne und zeigten nach Bekanntgabe der Platzierung den Delegierten und Publikum ihre preisgekrönten Fahnen.

Die Deininger waren ganz schön auf die Folter gespannt. Bekanntgabe von alt nach neu, von drei nach eins. Vorstellung vorletzte Fahne: „ …sie kommt aus Bayern, aus München…“, dann war klar, Deiningen ist auf dem ersten Platz! Am Ende der öffentlichen Veranstaltung schwenkte der sichtlich stolze Fähnrich Peter Hoiwa die schönste Schützenfahne Deutschlands unter großem Applaus der Delegierten aus der Saarlandhalle.

Mit Großen Erwartungen gin es ins Finale